Zähneputzen – wann und wie oft?
Morgens und abends die Zähne zu putzen, hält sie gesund. Wichtig: nach den Mahlzeiten, nicht davor. Wer zusätzlich nach dem Mittagessen putzt, ist ein Musterschüler.
Zahnbürste – welche für wen?
Beim Handmodell sollte ein kleiner Kopf vorgezogen werden, damit erreicht man Problemzonen besser. Borsten sollten eher weich sein. Elektrische Zahnbürsten reinigen durch rotierende Borsten gründlich und mit weniger Druck. Bis zu zehnmal schneller sind Schallzahnbürsten, sie haben meist weiche Borsten und eignen sich gut für empfindliche Zahnhälse.
Zahnpasta – innere Werte zählen
Fluoridhaltige Zahnpasta unterstützt die Kariesvorbeugung. Weil die meisten Pasten Schleifpartikel enthalten, sollte der auf der Packung genannte RDA-Wert (Relative Dentin Abrasion) nicht zu hoch sein (Mittelwert: 60 bis 80) – so schützen Sie den Zahnschmelz.
Putztechnik – nur keinen Druck machen
Gründlichkeit ist das A und O, denn jede Seite der Zähne soll erreicht werden. Bitte nicht pressen, sonst leiden Zahnschmelz und Zahnfleisch. Von Hand wird senkrecht und in kleinen Kreisbewegungen gebürstet. Empfohlene Reihenfolge: erst die Kauflächen, dann Zähne außen, dann innen. Mit der elektrischen Bürste arbeitet man sich langsam von Zahn zu Zahn vor.
Zahnseide – wenn es eng wird
Enge Zahnzwischenräume sind heikle Zonen, daher sollten Sie mit Zahnseide vorsichtig und am besten abends Speisereste und Zahnbelege entfernen. Gewachst oder nicht gewachst? Die persönliche Vorliebe entscheidet.
Zwischenräume – Ein Fall für die Minibürste
Minibürsten sind in unterschiedlichen Formen und Stärken erhältlich, sind effektiver als Zahnseide, nicht aber für jeden Zwischenraum geeignet. Daher besser in Kombination mit Superfloss-Zahnfaden verwenden.
Werkzeug-Kontrolle – regelmäßiger Checkup
Schlecht gesäuberte Zahnbürsten und Minibürsten sind ideale Nährböden für Bakterien. Daher die Zahnbürste nach jedem Gebrauch gründlich unter fließendem Wasser ausspülen und trocknen lassen. Wenn sich die Borsten verbiegen oder sogar ausfransen: unbedingt ersetzen!
Mundspülung – erfrischend wirksam
Mundwasser schmeckt angenehm, kann aber gegen Plaque nachhaltig nichts ausrichten. Fluoridhaltige Mundspüllösungen sind nur dann sinnvoll, wenn sie nicht unmittelbar nach dem Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta zum Einsatz kommen. Besser: immer mal zwischendurch benutzen.
Zungenbelag – Putzen 2.0
Ein Tummelplatz für Bakterien (und häufige Ursache für Mundgeruch) ist der hintere Zungenbereich. Beläge lassen sich mit der Zahnbürste nicht ausreichend entfernen, wirksamer sind spezielle Zungenschaber.
Professionelle Zahnreinigung – auf Nummer sicher
In erster Linie kann mangelnde Mundhygiene zu einer Entzündung der Schleimhaut um das Implantat führen, die auf den Knochen übergreift und zum Knochenabbau (Periimplantitis) und schließlich auch zum Implantatverlust führen kann. Deswegen sind regelmäßige Kontrollen und eine professionelle Zahnreinigung gute vorbeugende Maßnahmen gegen dieses Problem. (Quelle: ECDI-Magazin 2022)