WAR FRÜHER WIRKLICH ALLES BESSER? – ZAHNARZT FRÜHER UND HEUTE

Teilweise fürchten wir uns heutzutage immer noch davor, zum Zahnarzt zu gehen und einige PatientInnen nehmen ihre Termine jahrelang nicht wahr, da die Angst vor der Behandlung zu groß ist.

SEIT WANN GIBT ES ZAHNÄRZTLICHE BEHANDLUNGEN?

Es wurden Spuren von medizinischen Zahnbehandlungen gefunden, die aus dem Jahr 3000 v. Chr. stammen oder sogar noch weiter in der Vergangenheit liegen. Die Zähne wurden ausgeschabt und wieder gefüllt, beispielsweise mit Bienenharz. Damals war die plausibelste Erklärung für die Löcher im Zahn ein sogenannter „Zahnwurm“, der sich durch die Zähne bewegte.

WER FÜHRTE DIE BEHANDLUNGEN DURCH?

Einen richtigen Zahnarzt gab es nicht. Bei Zahnschmerzen konnte man sich den Zahn eigentlich von jeder Person ziehen lassen, die über die nötigen Werkzeuge verfügte. PatientInnen wurden während der Behandlung entweder festgehalten oder an den Stuhl gebunden. Die beim Ziehen ausgelöste Blutung wurde anschließend mithilfe eines glühenden Brenneisens gestoppt, was zur Ohnmacht der Patienten führte.

WIE PFLEGTEN DIE MENSCHEN IHRE ZÄHNE?

Die Zahnpflege bestand damals aus dem Zähneputzen mit dem Finger, Kauhölzern und Pflanzenextrakten. Erst ab dem 18. Jahrhundert gab es einen Vorläufer der heutigen Zahnbürste. Sie bestand aus gekochten Schweine – oder Pferdeborsten, die an einen Stiel geklebt wurden. Jedoch konnten sich nur die Reichen solch eine Zahnbürste leisten. Dadurch, dass der Zucker erst im 12. Jahrhundert nach Europa kam, war Karies damals allerdings seltener als heute und die Menschen verloren nur wenige Zähne im Laufe ihres Lebens.

SCHWARZE ZÄHNE WURDEN ZUM STATUSSYMBOL

Als allerdings der Zucker seinen Weg nach Europa fand, endete die vorbildliche Zahngesundheit. Mit dem Zucker kam auch die Karies und schwarze Zähne wurden zum Statussymbol. Denn nur die reichsten Leute konnten sich den Zucker leisten und somit bedeuteten schwarze Zähne, dass die Menschen wohlhabend waren.

Glücklicherweise kennen wir heute die Ursache für Löcher in den Zähnen und müssen uns die Zähne nicht unter Schmerzen von einem Schuster ziehen lassen, sondern können uns unter Betäubung bei einem qualifizierten Arzt behandeln lassen. (Quelle: Blogbeitrag in Dentlounge, Herdecke)

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