Ablauf der Implantatfreilegung

  1. Lokale Betäubung setzen: Der Arzt appliziert eine örtliche Betäubung, um den Bereich rund um das Implantat schmerzfrei zu machen. So wird sichergestellt, dass der Patient den Eingriff entspannt erlebt.
  2. Zugang zum Implantat schaffen: Das Zahnfleisch wird über dem Implantat vorsichtig eingeschnitten, um es zugänglich zu machen. Der Schnitt ist minimal und sorgt dafür, dass das Implantatköpfchen freiliegt.
  3. Gingivaformer einsetzen: Ein Heilungspfosten oder Gingivaformer (auch Heilkappe genannt) wird auf das Implantat gesetzt, um das Zahnfleischgewebe in der richtigen Form zu halten. Dieser Pfosten fördert das sanfte Einwachsen des Gewebes.
  4. Wunde ggf. vernähen: Falls nötig, vernäht der Arzt das Zahnfleisch um den Gingivaformer herum. So bleibt die Wundstelle stabil, was eine optimale Heilung fördert.
  5. Abschlusskontrolle: Abschließend überprüft der Arzt die Platzierung und Stabilität des Gingivaformers. Eine kurze Nachbesprechung schließt den Eingriff ab und stellt sicher, dass alles gut sitzt.

Wie lange dauert der Heilungsprozess?

Nach der Freilegung des Implantats dauert die Heilung des umliegenden Zahnfleischs meist zwei bis vier Wochen. Während dieser Zeit kann es zu leichten Beschwerden wie Schwellungen, Druckgefühlen oder Blutergüssen kommen. Diese Symptome lassen jedoch meist nach wenigen Tagen nach, und durch eine schonende Lebensweise können Sie den Heilungsprozess aktiv unterstützen. Die Heilung des Gewebes um den Gingivaformer ist entscheidend, da dieses Gewebe die spätere Stabilität des Zahnersatzes fördert. Nach Ablauf der Heilphase wird das Zahnfleisch vollständig genesen sein, sodass der prothetische Zahnersatz auf das Implantat aufgebracht werden kann. Regelmäßige Kontrollen sind während der Heilphase wichtig, um sicherzustellen, dass das Implantat ohne Komplikationen verheilt und das umliegende Gewebe stabil bleibt.

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